Ein Ort mit Tradition
Das Turówka Hotel & SPA**** ist ein Gebäude mit einer über 200-jährigen Geschichte, dessen Anfänge auf die Zeit zurückgehen, als in Wieliczka der Bau einer vom Kaiser Franz I. genehmigten Salzsiederei geplant wurde. Das zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtete Objekt begann schnell, seine Nutzung zu ändern und spiegelte so die bewegte Geschichte der Region wider.
Im Laufe der folgenden Jahrzehnte erfüllte es verschiedene Funktionen – vom Industriehintergrund über Lagerhäuser bis hin zu Wohnräumen. Jede Phase hinterließ ihre Spuren und schuf den einzigartigen Charakter eines Ortes, der Geschichte mit dem Alltagsleben verbindet.
Heute ist das Turówka Hotel & SPA**** ein restauriertes, elegantes Hotel, das im polnischen Denkmalregister eingetragen ist, wo Geschichte auf modernen Komfort trifft und die einzigartige Vergangenheit dem Aufenthalt eine unverwechselbare Atmosphäre verleiht.
| 1812-1813 Bau des Sudhauses in Wieliczka unter der Leitung des Salinenhüttenmeisters Alojzy Hrdina, der aus Ebensee gekommen war. Nachdem er den Titel eines Hofkommissars erhalten hatte, zog er gemeinsam mit seinem Sohn Jan Nepomucen Hrdina, damals einem jungen Bergbaupraktikanten, nach Wieliczka. Jan N. Hrdina blieb in Wieliczka, und die Familie Hrdina blieb lange mit der Stadt verbunden und fertigte unter anderem hervorragende Zeichnungen der Wieliczkaer Unterwelt an. Die Bemühungen um den Bau eines neuen Sudhauses hatten bereits viel früher begonnen, doch erst 1810 gab die Wiener Hofkammer per Erlass bekannt, dass Kaiser Franz I. den Bau eines Sudhauses in Wieliczka genehmigt hatte. Das Gebäude wurde auf städtischem Grund auf dem Gelände eines mittelalterlichen Gutshofs namens „TUR“ errichtet. Daher der Name des Objekts: Turówka. | 1813-1815 Infolge des Untergangs des Herzogtums Warschau und der vollständigen Übernahme der Wieliczkaer Salinen durch Österreich aufgrund der Bestimmungen des österreichisch-russischen Vertrags vom 3. V. 1815 wurde im Gebäude keine Siedeproduktion aufgenommen. Der Bau wurde eingestellt, und im Hauptgebäude wurden Soldaten untergebracht sowie Militärställe eingerichtet. | |
| 1817 Schließlich wurde auf die Fortsetzung des Vorhabens verzichtet. Die Siedepfannen wurden abmontiert und zusammen mit der gesamten gesammelten Ausrüstung der Salinenverwaltung in Lwiw übergeben, bestimmt für die Salinen in Ostgalizien. Im Hauptgebäude wurden Lager für Getreide, Kohle und Baumaterialien eingerichtet. | 1825 Im Sudhausgebäude wurden das Salzverkaufs- und Speditionsamt sowie Wohnungen für die Mitarbeiter des Amtes (Verwalter, Kontrolleur, Wäger und Helfer) eingerichtet. Auf Höhe des ersten Stockwerks wurde an der Ostseite ein hölzerner Laubengang auf Stahlsäulen und Konsolen errichtet, über den man zu den Wohnungen gelangte. Das Sudhausgebäude bestand aus 5 Büroräumen, 7 Lagerräumen sowie Wohnungen mit drei und vier Zimmern. | |
| Nach 1857 Nach dem Bau der Eisenbahnlinie nach Wieliczka wurde ein Anschlussgleis zum Gebäude verlegt, das mit einer Drehweiche endete. Dadurch konnte ein Waggon direkt vor den Lagertüren an der Westseite bereitgestellt werden. | 1825-1908 Während dieses gesamten Zeitraums wurde die Nutzung der Nebengebäude, die das Hauptgebäude an der Süd- und Westseite begleiteten, verändert und sie wurden umgebaut. So befanden sich anfangs unter anderem drei Lager in der Nähe, darunter zwei mit hölzernen Laubengängen. Später wurde zwischen dem Haupt- und dem südlichen Gebäude ein viertes Nebengebäude errichtet, das anschließend abgerissen und durch ein sehr großes Holzlager für Viehsalz ersetzt wurde. 1901 wurde das südliche Nebengebäude zu Wohnungen umgebaut, und nach 1908 verfuhr man ebenso mit dem westlichen Nebengebäude. Diese beiden Gebäude sind bis heute erhalten. | |
| 1918-1990 Das gesamte Stockwerk im Gebäude des ehemaligen Sudhauses wurde als Wohnungen für die Mitarbeiter der Wieliczkaer Salinen genutzt. Im Erdgeschoss und in der Halle an der Westseite befanden sich die Salzlager der Gemeindegenossenschaft „Samopomoc Chłopska“ in Wieliczka. | 1988-1990 Es entstand ein Projekt zum Umbau und zur Anpassung des Hauptgebäudes zu einem Arbeiterhotel für die Mannschaften, die Sicherungsarbeiten im Bergwerk durchführten. Das damalige Wojewodschaftsamt in Krakau übergab 10 Wohnungen und wies alle Bewohner aus, doch das Salzbergwerk nahm keine Arbeiten auf. Das verlassene „Turówka“ verfiel innerhalb von zehn Jahren zu einer vollständigen Ruine. | |
| 2001-2006 Bauarbeiten, Rekonstruktion des historischen Sudhauses, Anpassung zum Hotel. | 11.12.2006 Eröffnung des Turówka Hotel & SPA **** | |
| 8.06 - 1.07.2012 Turówka Hotel & SPA ⋆⋆⋆⋆ war das offizielle Quartier der italienischen Nationalmannschaft während der EURO 2012. | 12.06 - 01.07.2017 Turówka Hotel & SPA ⋆⋆⋆⋆ war das offizielle Quartier der deutschen U21-Nationalmannschaft während der EURO 2017. |